Jubiläumsbrand

Kulinarisch wirft die 1250-Jahrfeier von Meckenheim schon länger ihre Schatten voraus: Im vergangenen Jahr wurden auf der Streuobstwiese des Dorfes ‚Boskoop‘-Äpfel für einen sortenreinen Jubiläumsapfelbrand eingesammelt.

Einhellig wurde in diesem Jahr vom Planungsteam der Festivitäten eine Burgunderbratwurst als Jubiläumsbratwurst auserkoren. Im September 2017 wurden die Rieslingtrauben für den Jubiläumswein gelesen. Doch das ist noch längst nicht alles: Kurz vor der Weinlese wurden vom Gemeinderat mit Bürgermeister Heiner Dopp an der Spitze auch noch Birnen von der Streuobstwiese aufgeklaubt: Für einen zweiten Jubiläumsbrand. Darunter Sorten wie ‚Gräfin von Paris‘, Boscs Flaschenbirne‘ und ‚Schweizer Wasserbirne‘, die alle samt und sonders schon ihre Brenntauglichkeit unter Beweis gestellt haben. Aus der Schweizer Wasserbirne etwa wird im Elsaß traditionell ein feines Birnendestillat hergestellt, welches Bränden von ‚Williams Christ‘ durchaus das Wasser reichen kann.

Unter den aufgesammelten Früchten befanden sich auch solche vom ‚Karthäuserapfel‘ von Familie Dopp. Was schon seine Richtigkeit hatte: Der als Apfelbaum eingekaufte Baum entpuppte sich im Frühjahr nach der Pflanzung als Birne …
Für manche Birnbäume der Obstwiese kommt das Dorfjubiläum schlicht zu früh: Die ‚Wahl’sche Schnapsbirne‘ ist noch viel zu jung, um schon mit Mengen ihrer aromareichen Früchten zum Wohlgeschmack beitragen zu können. Gerade mal eine Handvoll Birnen trägt der Baum.
Die Meckenheimer dürfen sich freuen. Eingedenk der Weisheit „Die Mischung macht’s“ können sie bei der Mischung aus edlen Tafelbirnen und zuckerreichen Mostbirnen mit hohen Oechslegehalten auf einen sehr wohlschmeckenden Birnenbrand hoffen. (ain)

Bild: Auch ‚Schweizer Wasserbirnen‘ flossen in den Meckenheimer Jubiläumsbirnenbrand mit ein.
Foto: Rainer Rausch

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